Olivem® 1000: Der Oliven-Emulgator für moderne Cremes
Warum dieser pflanzenbasierte O/W-Emulgator gerade für klare, elegante Naturkosmetik-Formulierungen so interessant ist – und was bei Dosierung und Verarbeitung zählt.
08. September 2026
8 Minuten Lesezeit

Gute Emulsionen erkennt man nicht am Emulgator – sondern daran, dass man ihn kaum bemerkt. Olivem® 1000 verbindet Öl und Wasser zu stabilen O/W-Emulsionen und erzeugt dabei ein weiches, seidiges Hautgefühl, das erstaunlich modern wirkt.
Der selbstemulgierende Rohstoff basiert auf Olivenölchemie und besteht aus den beiden INCIs Cetearyl Olivate und Sorbitan Olivate. Er ist nichtionisch, PEG-frei und vom Hersteller als COSMOS-konform validiert. Das macht ihn besonders interessant für Formulierungen, die natürliche Positionierung und hochwertige Sensorik verbinden sollen.
Was Olivem® 1000 besonders macht
Olivem® 1000 gehört zu den sogenannten biomimetischen Emulgatoren. Laut Hersteller bildet er in Emulsionen flüssigkristalline Strukturen, die der Organisation der Lipide in der Hornschicht ähneln. Für die Formulierung bedeutet das vor allem: cremige Texturen, gute Verteilbarkeit und ein gepflegtes Hautgefühl ohne ausgeprägten Fettglanz.
Als O/W-Emulgator stabilisiert er Öltröpfchen in einer äußeren Wasserphase. Dadurch entstehen Cremes und Lotionen, die sich meist leichter anfühlen als klassische Wasser-in-Öl-Systeme.
Die richtige Verarbeitung
Der Emulgator liegt als weißes bis elfenbeinfarbenes, wachsartiges Granulat vor. Er muss vollständig aufgeschmolzen werden. In der Praxis wird er meist in die Fettphase eingearbeitet; auch eine One-Pot-Verarbeitung ist möglich.
Dosierung: weniger ist nicht immer leichter
Hallstar empfiehlt Olivem® 1000 als alleinigen Emulgator typischerweise mit 3–5 %; als Co-Emulgator werden 0,5–2 % genannt. Die optimale Menge hängt vom Ölphasenanteil, den eingesetzten Lipiden, weiteren Konsistenzgebern und der gewünschten Viskosität ab.
Eine Herstellerbroschüre zeigt als Orientierung, dass 5 % Olivem® 1000 bis zu 20 % einer breit gefächerten Ölphase emulgieren können. Das ist kein universelles Rezept: Stabilität, pH-Wert, Elektrolyte, Wirkstoffe, Verpackung und Konservierung müssen immer im konkreten System geprüft werden.
Typische Stolpersteine
- Zu frühes Abkühlen: Nicht vollständig geschmolzene Flocken können eine ungleichmäßige Textur verursachen.
- Große Temperaturdifferenz: Öl- und Wasserphase sollten beim Emulgieren ähnlich warm sein.
- Zu starke Dauerhomogenisierung: Nach der eigentlichen Emulgierung genügt meist schonendes Rühren beim Abkühlen.
- Konservierung vergessen: Wasserhaltige Emulsionen benötigen ein zur Formulierung passendes Konservierungssystem.
- Keine Stabilitätsprüfung: Aussehen am ersten Tag sagt wenig über die langfristige Stabilität aus.
Für welche Produkte eignet er sich?
Olivem® 1000 ist vielseitig einsetzbar: von Gesichtscremes und Lotionen über Reinigungsprodukte bis zu After-Sun- und Haarpflegeformulierungen. Besonders überzeugend ist er dort, wo eine weiße, gepflegt wirkende Emulsion mit weicher Verteilung gefragt ist.
Für sehr fluide Lotionen, hohe Elektrolytlasten oder außergewöhnlich große Ölphasen kann ein ergänzender Gelbildner oder Co-Emulgator sinnvoll sein. Entscheidend bleibt die Gesamtarchitektur der Rezeptur – ein guter Emulgator ersetzt keine saubere Formulierungsarbeit.
Olivem® 1000 bei Nakobe
Den beschriebenen Emulgator erhältst du im Nakobe-Shop auf naturkosmetik-bedarf.at in mehreren Gebindegrößen. Dort findest du außerdem aktuelle Produkt- und Anwendungshinweise.
Olivem® 1000 ansehen →Quellen & Hinweise
Technische Angaben: Hallstar Beauty, Produktinformation und Broschüre zu Olivem® 1000. Shop- und Verarbeitungshinweise: Nakobe Naturkosmetikbedarf.
Dieser Artikel dient der fachlichen Orientierung und ersetzt keine Sicherheitsbewertung, Stabilitätsprüfung oder Prüfung der jeweils aktuellen Herstellerunterlagen.
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